Das Kölntor

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Kölntor

Veranstaltungen

Die Nutzung der Wachstube besteht in regelmäßigen Kölntorabenden, zu denen Freunde und Gönner des Vereins
herzlich willkommen sind, ebenso vereinsinterne Feiern und Vorstandsversammlungen werden dort abgehalten.

An Weiberfastnacht steht das Kölntor für das Möhnentreiben in unserer Stadt offen.

Das Kölntor Heute

Renovierungen

Im Laufe der zurückliegenden Jahre, in denen das Kölntor in der Nutzung der Blauen Funken ist, gab es auch einige Probleme. Hauptproblem war das Dach. Es war in einem schlechteren Zustand als man es vermuten konnte. Viele Jahre wurde repariert und repariert, bis es völlig erneuert wurde. In dieser Zeit sind durch eindringendes Regenwasser für das Corps wertvolle Dokumente zerstört worden, die sich nur mit großem Aufwand und hohen Kosten wieder ersetzen und rekonstruieren ließen. Wie jede Wohnung, so ist auch eine Wachstube im Laufe der Jahre renovierungsbedürftig. Zum Renovieren benötigt man Geld das hatten wir Funken in vielen Jahren durch allerlei Aktivitäten zusammengespart. Ein neuer, pflegeleichter Boden im unteren Raum wurden eingebaut, die Elektroinstallation wurde teilweise erneuert, ebenso wurde eine kleinere, Platz sparenden Theke eingebaut. Eine Elektroheizung sowie neues Mobiliar wurde angeschafft. Um die bauliche Substanz des Kölntores zu erhalten und auf Jahre zu sichern, wurde seitens der Stadt Zülpich das komplette Mauerwerk des Kölntores Anfang der neunziger Jahre neu verfugt und versiegelt. Mittlerweile wird das Kölntor auch durch im Boden eingelassene Strahler beleuchtet.

700 Jahre Kölntor

Historie des Kölntores

„Kölntor – fertig gestellt 1392“, steht an der eisenbeschlagenen Eingangstür zur Wachstube der Blauen Funken. Andere Quellen besagen es sei um 1280 gebaut worden. Beides stimmt. Denn das Kölntor ist eigentlich zweimal gebaut worden. Und das kam so:

Im 13. Jahrhundert gehörte Zülpich zum Erzstift Köln. Aber der Graf von Jülich besaß im Stadtgebiet noch Hoheitsrechte und Eigentum. Außerdem lag Zülpich wie eine Insel im Territorium des Jülicher Grafen. – Und wie das so oft der Fall ist: Der Besitz des einen entfacht die Habgier des anderen und verleitet ihn, sich fremder Habe mit Gewalt zu bemächtigen. – So wurde Zülpich zu einer hart umkämpften Stadt. Um seine Stadt besser schützen und verteidigen zu können, begann der Kölner Erzbischof Sigfrid von Westerburg 1279 mit dem Bau der Mauer und Tore. Die Lage der Tore war von der Straßenführung abhängig. Das Kölntor entstand dort, wo die alte Römerstraße von Köln in die Stadt einmündet. Allerdings reiht es sich nicht in die Stadtmauer ein, sondern steht feldseitig vor der Mauer. Darum musste die Lücke zwischen Mauer und Tor durch eine Verbindungsmauer geschlossen werden. Dies blieb so, bis im vorigen Jahrhundert die Verkehrssituation einige Änderungen erforderte. 1886 wurde das Straßenniveau angehoben. Dadurch musste der Bogen des Außentores ausgebrochen und höher gesetzt werden. Im gleichen Jahr wurde der Treppenturm angebaut. Bis dahin nämlich war der in halber Höhe gelegene Zugang nur über die Verbindungsmauer zu erreichen. Dieser eckige Treppenturm wurde in den fünfziger Jahren abgebrochen. Mit dem Ausbau des Tores zur Wachstube der Blauen Funken wurde der jetzige runde Treppenturm errichtet. Allgemein wurden die verschiedensten Steinmaterialien beim Torbau gebraucht. Im Verlaufe der Auseinandersetzungen des Jülicher Grafen mit dem Erzbischof von Köln wurde die Stadtmauer wieder abgerissen. Etwa 100 Jahre nach der ersten Ummauerung entstand die zweite Ringmauer die heute noch den Stadtkern umgibt. Unter dem Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden konnte die Stadtbefestigung 1394 vollendet werden. Das Kölntor selbst war schon 1392 fertig. Es war erweitert und zu einem Doppeltor ausgebaut worden. Ein Vortor mit einem Zwinger (Innenhof) verstärkte die Anlage. Dabei benutzte man keine Bruchsteine wie beim ersten Bau, sondern Backsteine. Aber nicht alle Backsteine, die man sieht, stammen aus dem 14.. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Kölntor in Kriegszeiten mehrmals beschädigt und wieder aufgebaut. In jeder der seitlichen Zwingermauern sieht man zwei Spitzbogennischen, darüber den Wehrgangabsatz. Im Sonnenlicht leuchtete der gotische Bogenfries, der feldseitig den Zinnenkranz des Torturmes trägt. Von hier aus, kann man die Gußlöcher erkennen. Was sind Gußlöcher? Wenn die Feinde das Vortor erobert hatten und das Haupttor aufbrechen wollten, dann gossen die Verteidiger heiße Flüssigkeiten wie Wasser Öl oder Pech durch diese Löcher auf die Angreifer.

Tatsächlich, unter dem Schmuckfries, mitten über der Durchfahrt, liegen sie. Zu der zinnengeschmückten Brustwehr auf dem Turm ist zu sagen, das die hoben Teilstücke eine Schießscharte haben. Durch diese schossen die Verteidiger ihre Pfeile. Dabei blieben sie selbst geschützt. Über die niedrigen Teilstücke schleuderten sie dagegen ihre Wurfgeschosse.

Eine Besonderheit ist, dass die Zwingermauern nicht ganz parallel laufen Die Mauern streben nach außen ca. 1,20 m auseinander. Das einfache Tonnengewölbe unter dem Torturm interessiert nicht so sehr, dafür aber die fensterlose Nordseite. Denn dort ragt aus der Mauerfläche ein Aborterker.

Blaue Funken Zülpich

Kastellane

Frank Stüsser

seit 2015

Achim Schuba

1990 - 2015

Peter Fischer

1965 - 1990